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Gefäßzentrum Hildesheim

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Fragen und Antworten

by admin last modified 2010-02-10 08:56

Was ist das?

Welche Krankheiten behandelt ein Gefäßzentrum?

Wen kann ich ansprechen?

Brauche ich eine Überweisung?

Wer kann mich überweisen?

In welchen Fällen kann ich direkt in das Gefäßzentrum kommen?

Zahlt meine Kasse das?

Was muss ich mitbringen?

Werde ich immer operiert?

Muss ich immer in ein Krankenhaus?

Wie sieht die Weiterbehandlung aus?

Wird die Arbeit des Gefäßzentrums qualitätsgesichert?

 

 

Was ist das?

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Bei der zunehmenden Spezialisierung in der Medizin kann ein Arzt alleine eine vollständige Behandlung von Gefäßerkrankungen, die oft in Kombination mit anderweitigen Erkrankungen auftreten, nicht vollständig gewährleisten. Es ist daher erforderlich, dass mehrere spezialisierte Fachärzte gemeinsam den Patienten betreuen.

Hilfreich ist außerdem eine Standardisierung von Behandlungsabläufen, da dieses zu einer zügigen Behandlung und zur verbesserten Behandlungsergebnissen führt.

Bei der Behandlung von Gefäßerkrankungen eine ausgiebige und komplizierte Diagnostik und ein sehr komplexes Therapieangebot vorzuhalten.

Alle diese Aspekte erfordern eine fachgebietsübergreifende Zusammenarbeit spezialisierter Fachärzte. Diese bilden zusammen das Gefäßzentrum. Sie vereinbaren Diagnose- und Therapiestandards und nehmen an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen teil.

Durch eine regionale Vernetzung mit niedergelassen Ärzten und spezialisierten Abteilungen in Akutkrankenhäusern und Rehabilitationskliniken ist eine vollständige und umfassende sowie wohnortnahe Versorgung auf hohem Niveau für die Patienten möglich.

Dieses gelingt am besten durch eine Vernetzung im Rahmen eines Gefäßzentrums.

Welche Krankheiten behandelt ein Gefäßzentrum?

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Wir behandeln sämtliche Erkrankungen des arteriellen, venösen und lymphatischen Systems sowie der hirnversorgenden und Herzkranzgefäße.

Dazu gehören z.B. die akuten Gefäßverschlüsse, die Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) sowie die chronischen Durchblutungsstörungen („Raucherbeine“) und die Folgeerkrankungen des Diabetes (diabetische Füße).

Die außerhalb des Hirns gelegenen hirnversorgenden Gefäße, die eine Ursache für Schlaganfälle darstellen können werden ebenfalls therapiert.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld sind die Erkrankungen des venösen Systems. Dazu gehören die Krampfadern und die chronisch venösen Funktionsstörungen (chron. venöse Insuffizienz sowie die Thrombosen).

Im Herzkatheterlabor werden regelmäßig und in hoher Zahl diagnostische- und therapeutische Maßnahmen an den Herzkranzgefäßen (Koronarangiographie, PTCA und Stentimplantationen) durchgeführt.

Außerdem implantieren wir Herzschrittmacher und intrakardiale Defibrillatoren

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ist die Behandlung chronisch nicht heilender Wunden („Ulcus cruris, diabetische Füße“). Diesbezüglich bieten wir das gesamte Spektrum nicht operativer und operativer Maßnahmen. Häufig gelingt es, auch seit Jahren und Jahrzehnten bestehende Unterschenkelgeschwüre wieder zur Abheilung zu bringen.

Nierenerkrankte Patienten werden ebenfalls durch uns (in der Regel operativ) behandelt. Erforderlich sind hier Venenverweilzugänge („Demers-Katheter u. A.“) oder arterio-venöse Kurzschlussverbindungen („Shunts“), um eine Dialyse zu ermöglichen. Bei Erfordernis einer Peritonealdialyse werden die dazu erforderlichen Katheter ebenfalls durch uns implantiert.

Erfahrungsgemäß erfordern gerade Shuntpatienten gelegentlich Revisionsoperationen und auch diese werden von uns bei allen Schwierigkeitsgraden routinemäßig durchgeführt.

Wen kann ich ansprechen?

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Ansprechpartner für Patienten mit Symptomen aus dem Bereich der Gefäßerkrankungen sind zunächst die Hausärzte.

Wenn deren Möglichkeiten erschöpft sind, stehen die niedergelassenen Fachärzte für eine weitergehende Diagnostik und Therapie zur Verfügung.

Diese können dann beratend und für weiterführende Maßnahmen in das Gefäßzentrum des St. Bernward Krankenhauses überweisen.

Patienten zur ambulanten Operation können sich auch direkt mit ihrer Krankenversicherten-Karte in der Gefäßchirurgischen Klinik des St. Bernward Krankenhauses vorstellen.

Privat versicherte können sich direkt an alle genanten Chef-und Oberärzte wenden.

Brauche ich eine Überweisung?

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Gesetzlich Versicherte können sich mit ihrer Versichertenkarte direkt an Fachärzte wenden.

Zur ambulanten Operation können Sie sich auch im Gefäßzentrum im St. Bernward Krankenhaus direkt vorstellen.

Zur weiterführenden Diagnostik und Therapie im Krankenhaus (prästationäre und stationäre Behandlung) brauchen die Patienten die Überweisung eines angiologisch tätigen Internisten, Chirurgen, Diabetologen oder Nephrologen oder eine Krankenhauseinweisung.

Privat versicherte können sich direkt an alle o.g. Ärzte wenden.

Wer kann mich überweisen?

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Zur Behandlung im Gefäßzentrum kann Sie jeder niedergelassene Haus- und Facharzt überweisen. Die bereits gezahlte Praxisgebühr fällt dann nicht erneut an.

In welchen Fällen kann ich direkt in das Gefäßzentrum kommen?

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Im Falle einer privaten Krankenversicherung oder dem Wunsch nach einer ambulanten Operation können sich die Patienten mit ihrer Versicherungskarte auch direkt im Gefäßzentrum vorstellen.

Wünschenswert ist aber dennoch die Überweisung eines niedergelassenen Haus- oder Facharztes, um hier die vor- und weiterbehandelnden Ärzte in den Behandlungsprozess einzubinden und informieren zu können.

Zahlt meine Kasse das?

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Die Kosten für eine Behandlung im Gefäßzentrum und in den kooperierenden Arztpraxen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.

Betont werden muss dabei, dass die ambulante Behandlung Vorrang vor der Krankenhausbehandlung hat.

Im St. Bernward Krankenhaus bieten wir mit unserem Ambulanten Operationszentrum die Möglichkeit, alle Patienten, die ambulant operiert werden können, auch entsprechend zu behandeln.

Dr. Lichtenstein führt ambulante Operationen in einer anästhesiologisch geleiteten Praxis durch. Damit wird die stationäre Behandlung auf das absolut notwendige Maß reduziert.

Was muss ich mitbringen?

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Unbedingt erforderlich ist das Mitbringen sämtlicher relevanter Voruntersuchungsbefunde (Arzt- und Behandlungsberichte, Krankenhausberichte). Durch die Verwendung dieser Unterlagen können wir Kosten und Belastungen auf das notwendige Maß reduzieren und Doppeluntersuchungen vermeiden.

Sollten keine Voruntersuchungen vorliegen, werden die nötigen Untersuchungen im Krankenhaus durchgeführt. Wenn eine Krankenhausbehandlung nicht akut erforderlich ist, bitten wir teilweise die niedergelassenen Ärzte auch, die entsprechende Diagnostik zunächst zu vervollständigen.

Werde ich immer operiert?

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Viele Gefäßerkrankungen lassen sich zunächst durch nichtoperative Maßnahmen behandeln. Dazu zählen z. B. ein Gehtraining (ggfs. unter krankengymnastischer Anleitung), die medikamentöse Behandlung von Herz- und Gefäßerkrankungen sowie die Kompressionstherapie bei lymphatischen oder venösen Erkrankungen.

Im Falle erforderlicher eingreifender Methoden ist auch nicht immer eine Operation erforderlich. Die modernen Katheterbehandlungsmaßnahmen („interventionelle Therapie“) ermöglicht die Behandlung zahlreicher Gefäßerkrankungen ohne eigentliche Operation. Diese genannten Maßnahmen sind in der Regel durch Punktionen in örtlicher Betäubung und entsprechende Kathetermanipulationen durchführbar.

Erst wenn diese Behandlungsmaßnahmen ausgeschöpft oder nicht möglich sind, kommen operative Verfahren in Betracht. Auch dabei versuchen wir durch möglichst schonende Operationsverfahren („minimalinvasive Chirurgie“) die Belastung für die Patienten so gering wie möglich zu halten.

Gelegentlich lassen sich jedoch auch große Operationen am Gefäßsystem nicht vermeiden. Auch in diesen Fällen bieten wir das gesamte Spektrum der operativen Therapie, der anschließenden ggfs. erforderlichen intensivmedizinischen Betreuung und Rehabilitation an.

Muss ich immer in ein Krankenhaus?

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Diese Frage kann klar verneint werden. In spezialisierten Facharztpraxen besteht ein umfangreiches Diagnose- und Therapieangebot, womit vielen Patienten oft über lange Zeit geholfen werden kann.

Auch im Krankenhaus erfolgt die Diagnostik zunächst ambulant („Gefäßsprechstunde, prästationäre Behandlung“). Auch zahlreiche Operationen, wie oben genannt, können ambulant durchgeführt werden.

Erst wenn diese Maßnahmen ausgeschöpft sind, kommt eine stationäre Krankenhausbehandlung in Betracht.

Wie sieht die Weiterbehandlung aus?

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Nach erfolgter Krankenhausbehandlung und ggfs. Rehabilitationsaufenthalt in einer entsprechenden Reha-Klinik übernimmt in der Regel der Hausarzt die Weiterbehandlung. Im Falle spezialisierter Weiterbehandlung stehen auch Fachärzte zur Langzeitbetreuung zur Verfügung.

Nach Gefäßbehandlungen ist in der Regel eine regelmäßige Kontrolluntersuchung erforderlich, da die meisten Gefäßerkrankungen eine chronische Erkrankung darstellen, die erneute Probleme mit sich bringen kann.

Um hier frühzeitig reagieren zu können, sind regelmäßige Kontrollen des Gefäßstatus erforderlich. Diese können in den Praxen der o.g. Ärzte und ähnlichen Einrichtungen durchgeführt werden.

Wird die Arbeit des Gefäßzentrums qualitätsgesichert?

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Durch regelmäßige gemeinsame Besprechungen der am Gefäßzentrum beteiligten Ärzte, tägliche Röntgenbesprechungen und gemeinsame Visiten sowie gemeinsam ausgearbeitete Therapiestandards gewährleisten wir eine nach vollziehbare und hohe Qualität gefäßmedizinischer Versorgung.

Wir nehmen regelmäßig an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen der Fachgesellschaften und der Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaften teil.


Derzeit werden folgende Eingriffe speziell dokumentiert und extern qualitätsgesichert:

  • Eingriffe an der Halsschlagader (Carotisdesobliterationenen)
  • Herzschrittmacherimplantationen
  • Operationen der Bauchaortenaneurysmen


Außerdem haben wir in den letzten Jahren an qualitätssichernde Maßnahmen im Bereich der:

  • perkutane Angioplastien
  • Erfassung nosokomialer Krankenhausinfektionen


teilgenommen.

Die Ergebnisse werden im Rahmen des Qualitätsberichtes des St. Bernward Krankenhauses ab 2005 im Internet verfügbar sein. Interessierte können auch über das Sekretariat Einblick in unsere Ergebnisse bekommen.

In der täglichen Routine orientieren wir uns an den „Leitlinien zur gefäßchirurgischen Versorgung“, herausgegebenen vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.

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